Volksbank Cloppenburg eG weiter in der Erfolgsspur

Vertreterversammlung 11. Juni 2018

Vorstand und Aufsichtsrat ziehen auf Vertreterversammlung positive Jahresbilanz für 2017 / Stärke durch Einbettung in Genossenschaftliche FinanzGruppe / geplante Fusion mit Raiffeisenbank Garrel eG

Cloppenburg - „Es ist uns in einem schwierigen Marktumfeld gelungen, unsere Position zu festigen und in Teilbereichen weiter auszubauen.“ Diese Aussage von Bankvorstand Jürgen Fuhler zog sich wie ein roter Faden durch die Ausführungen von Vorstand und Aufsichtsrat auf der Vertreterversammlung der Volksbank Cloppenburg eG.

Wie gewohnt tagte die Vertreterversammlung im Saal der Gaststätte „Dorfkrug“ im Museumsdorf. Und wie gewohnt stand die Zusammenkunft unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Ludger Niehaus. Dabei ging es bei der Erledigung der Tagesordnung darum, die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat zum vergangenen Geschäftsjahr entgegenzunehmen und die nach Satzung und Gesetz notwendigen Beschlüsse zu fassen.

Nach einem Zuwachs von 212 Mitgliedern im vergangenen Jahr ist die Gesamtzahl der Bankteilhaber auf den neuen Höchststand von 10.003 gestiegen. Dass die Volksbank Cloppenburg als regionale Kreditgenossenschaft nicht auf eine schnelle Gewinnmaximierung aus sei, sondern die Förderung von Mitgliedern und Kunden oberste Priorität habe, stellte Vorstandsmitglied Jürgen Fuhler an den Anfang seines Berichts über die herausfordernden Rahmenbedingungen, denen sich die Bank im vergangenen Geschäftsjahr stellen musste.

Dazu gehören: die anhaltende Niedrigzinsphase, die starke Zunahme der Regulatorik und die zunehmende Digitalisierung. Zusätzliche Kraft schöpfe man bei diesen Herausforderungen durch die Einbettung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe, betonte Jürgen Fuhler. Sein besonderer Dank galt auch im Namen seines Vorstandskollegen Norbert Hauptvogel dem motivierten und kompetenten Mitarbeiterteam für die geleistete Arbeit.

Nach den Worten seines Vorstandskollegen Norbert Hauptvogel, der anschließend die wichtigsten Kennzahlen der Bilanz vorstellte, hat sich die Volksbank Cloppenburg eG insgesamt gut im Wettbewerb behauptet: Der Bankvorstand wörtlich: „Wir dürfen mit unserer Entwicklung zufrieden sein.“

Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Jahr um 10,3% Prozent auf 463 Millionen Euro. Ursache hierfür ist der in dieser Größenordnung unerwartete Einlagenzuwachs von 8,3% Prozent auf 317 Millionen Euro. Dabei hielt der Trend zur kurzfristigen Geldanlage angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase weiter an.

Die in der Bilanz eingestellten Kundenkredite stiegen um 6 Prozent auf 329 Millionen Euro. Zum Zuwachs beigetragen hätten sowohl die mittelständische Firmenkundschaft wie auch die Privatkunden. Letztere hätten das niedrige Zinsniveau genutzt und vor allem in Bau, Ausbau, Renovierung und energetische Sanierung von Wohnungen und Häusern investiert, verdeutlichte Norbert Hauptvogel.

Weiter stark engagiert war die Bank auch bei der Vermittlung zinsgünstiger Darlehen der öffentlichen Hand. Norbert Hauptvogel: „Alles in allem haben wir zinsgünstige Darlehen mit einem Volumen von rund 99 Millionen Euro an Investoren aus dem privaten Wohnungsbau, der Landwirtschaft und der gewerblichen Wirtschaft vermittelt.“

Auch im Bereich von Spenden und Sponsoring war die Volksbank Cloppenburg eG stark engagiert. Im Jahr 2017 kam eine Gesamtspendensumme in Höhe von rund 36.000 Euro zusammen.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss liegt bei rund 660.000 Euro. Durch Beschluss der Vertreterversammlung fließen davon 6,4 Prozent als Dividende auf die Konten der Mitglieder. Mit dem verbleibenden Teil ihres Überschusses stärkt die Volksbank Cloppenburg ihr Eigenkapital.

Einstimmig votierten die Mitglieder für die Feststellung des Jahresabschlusses und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Fuhler kam auch ausführlich auf die für 2019 geplante Fusion mit der Raiffeisenbank Garrel eG zu sprechen – ein „Zusammenschluss auf Augenhöhe aus einer Position der Stärke heraus“, betonte er. Ausgehend von den genossenschaftlichen Grundprinzipien der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung führen der Vorstand der Volksbank Cloppenburg sowie der Raiffeisenbank Garrel ergebnisoffene Fusionsgespräche über einen möglichen Zusammenschluss beider Kreditinstitute zu einer starken genossenschaftlichen Regionalbank in der Wachstumsregion des Oldenburger Münsterlandes.

Die Aufsichtsräte der Banken haben am 09.01.2018 jeweils einstimmig die Vorstände zur Aufnahme konkreter Fusionsverhandlungen beauftragt. Die Fusionsgespräche sind bisher sehr vertrauensvoll und konstruktiv verlaufen, resümierten Hauptvogel und Fuhler.

Dynamische Veränderungen im Finanzsektor und damit verbunden wachsende Herausforderungen auch für die beiden Genossenschaftsbanken in Cloppenburg und Garrel sprechen ebenso für eine Fusion, wie die Tatsache, dass beide Häuser schon seit Jahren enge Kontakte pflegen. „Unsere Stärken Schnelligkeit und Kundennähe bleiben die Grundlagen unseres Erfolges“ machte Fuhler deutlich.

Zudem wird die Leistungsfähigkeit der „neuen Bank“ nachhaltig verbessert, da das erhöhte Eigenkapital – 90 Millionen Euro – Raum schafft für neue Höchstkreditgrenzen. Dadurch werden die Möglichkeiten der Kreditvergabe verbessert. Mit der Fusion steigt die Bilanzsumme auf rund 860 Millionen Euro, das betreute Kundenanlagevolumen auf 664 Millionen Euro und die Anzahl der Mitglieder auf fast 15 000. Die Bank zählt dann 115 Mitarbeiter, die sich in höherem Maße als bisher spezialisieren können. Nicht zuletzt steigt auch die Attraktivität der „neuen Bank“ als sicherer Arbeitgeber in der Region.