Genossenschaftsbanken des Landkreises sind mit dem vergangenen Jahr zufrieden

Vorläufige Jahresbilanz weist durchweg positive Entwicklungen auf

2016 war erneut ein gutes Jahr für die neun Genossenschaftsbanken im Landkreis Cloppenburg. Alle banküblichen Kennzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt, die Zahl der Mitarbeiter blieb ebenso stabil wie die der Filialen. „Das alles lässt uns optimistisch in das Jahr 2017 gehen“, bilanzierte der Sprecher der Kreisarbeitsgemeinschaft (KAG) der Volks- und Raiffeisenbanken sowie Spar- und Darlehenskassen im Landkreis Cloppenburg, Jürgen Fuhler, in seinem vorläufigen Jahresbericht.


Die Bilanzsumme der neun Kreditinstitute stieg im vergangenen Jahr um 5,6 Prozent auf deutlich über 2,5 Milliarden Euro und setzte damit die Entwicklung der vergangenen Jahre fort. „Inwieweit dieses Ergebnis im allgemeinen Trend liegt, kann man jetzt noch nicht sagen“, betonte Fuhler. „Es zeigt aber, dass das Modell der Genossenschaftsbanken nach wie vor attraktiv ist und dass sowohl Privat- als auch Firmenkunden großes Vertrauen in unsere Arbeit haben.“ Dies zeige sich auch an den Ergebnis-sen jüngster deutschlandweiter Umfragen: „Egal ob es um Produkte, Beratung, Service oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht, die Genossenschaftsbanken schneiden in allen Bereichen sehr gut ab.“


So überrascht es nicht, dass auch die Zahl der Kunden und der Mitglieder weiter anstieg: Fast 103.000 Menschen haben ein oder mehrere Konten bei einer der Genossenschaftsbanken im Landkreis, fast jeder zweite davon ist Mitglied und damit auch Mitinhaber bei seiner Bank. Und die Kunden haben auch 2016 kräftig investiert: Die Summe der laufenden Kundenkredite stieg um 5,2 Prozent auf über zwei Milliarden Euro, was laut Fuhler zu einem nicht unerheblichen Teil an der regen Bautätigkeit in der Region liegt.
Und auch bei der anderen Säule des Bankgeschäfts ging es aufwärts. Die Kundeneinlagen stiegen um fast sieben Prozent von 1,4 auf über 1,5 Milliarden Euro an. Der größte Teil davon liegt täglich verfüg-bar auf Giro- und Tagesgeldkonten, doch auch Sparkonten und längerfristige Anlagen werden trotz der niedrigen Zinsen nach wie vor nachgefragt. Sie machen immerhin 46 Prozent der Kundeneinlagen aus, auch wenn die Zahl der Sparkonten insgesamt leicht rückläufig war. „Natürlich reagieren auch unsere Kunden auf die niedrigen Zinsen“, weiß Fuhler. „Wir merken das an der gestiegenen Nachfrage nach alternativen Anlagestrategien.“


Zwei Posten sind dem Vorstandsmitglied der Volksbank Cloppenburg in der vorläufigen Jahresbilanz der Kreisarbeitsgemeinschaft besonders wichtig. Einer davon ist die Spalte mit den Mitarbeiterzahlen. „Wir konnten sowohl die Zahl unserer Mitarbeiter als auch die der Auszubildenden stabil halten“, betont der KAG-Sprecher. 446 Beschäftigte haben die neun Banken insgesamt, darunter 41 Auszubil-dende. „Mit einer Ausbildungsquote von zehn Prozent liegen wir weit über dem bundesweiten Durchschnitt von rund fünf Prozent“, so Fuhler. „Wir nehmen unsere Verantwortung für den regionalen Arbeitsmarkt ernst und tragen außerdem etwas dazu bei, jungen Menschen in der Region eine berufliche Perspektive zu geben.“


Der zweite Punkt, dem Fuhler besondere Aufmerksamkeit schenkt, ist die Unterstützung der ehren-amtlichen Arbeit im Landkreis. Die Genossenschaftbanken der KAG schütteten im vergangenen Jahr fast 220.000 Euro aus den Reinerträgen des VR-Gewinnsparens an Vereine und ehrenamtliche Organisationen aus. „Neben vielen anderen Maßnahmen drücken wir damit in ganz besonderem Maße unsere Verbundenheit mit und unsere Verantwortung für die Region aus“, so Fuhler. „Wir hoffen alle, dass wir auch dieses Ergebnis im Jahr 2017 erneut steigern werden.“