Genossenschaftsbanken in Cloppenburg und Garrel wollen 2019 fusionieren

Vorstände und Aufsichtsrat haben Absichtserklärung unterschrieben

Die Volksbank Cloppenburg und die Raiffeisenbank Garrel wollen im Jahr 2019 fusionieren. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Vorstände Jürgen Fuhler und Norbert Hauptvogel von der Volksbank Cloppenburg sowie Rainer Herbers und Ludger Ostermann von der Raiffeisenbank Garrel gemeinsam mit den Aufsichtsräten der beiden Banken am Dienstag, 09. Januar 2018, unterzeichnet. Die neu entstehende Bank wird mit einer Bilanzsumme von knapp einer Milliarde Euro, 29.000 Kunden und 115 Mitarbeitern zu den größten Genossenschaftsbanken im Weser-Ems-Gebiet gehören.
„Beide Banken sind kerngesund, kooperieren seit Jahren miteinander und begegnen sich als Partner auf Augenhöhe“, betont Jürgen Fuhler. „Wir wachsen beide seit Jahren kontinuierlich und überdurchschnittlich, unsere Geschäftsgebiete entwickeln sich sehr dynamisch und ergänzen sich hervorragend. Wir fusionieren aus einer Position der Stärke heraus.“ Ziel der Fusion sei es, Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. „ Ein Abbau von Arbeitsplätzen ist nicht vorgesehen“, ergänzt Rainer Herbers. Denkbar sei sogar das Gegenteil, denn die Banken wollen durch die Fusion nach eigenen Angaben die regionale Identität der Genossenschaftsbanken in den Gemeinden Molbergen und Garrel sowie in der Stadt Cloppenburg weiter stärken. „Wir werden“, so Herbers, „die dezentralen Strukturen, die spürbare Kundennähe und die schnellen Entscheidungswege als Fundament unseres Erfolges ebenso beibehalten wie die Namen Raiffeisenbank Garrel, Volksbank Cloppenburg und Volksbank Molbergen.“ Dadurch soll die regionale Verankerung zukünftig noch stärker zum Ausdruck gebracht werden.
Synergieeffekte ergäben sich bei der weiteren Digitalisierung und im Bereich der Regulatorik. „Bislang stehen wir beide vor den gleichen Aufgaben wie deutlich größere und bundesweit agierende Kreditinstitute“, erläutert Norbert Hauptvogel. „Verkürzt gesagt: Statt täglich zwei Berichte von zwei Banken bekommen die diversen Kontrollinstitute künftig nur noch einen Bericht von einer Bank. Kapazitäten, die mittelfristig dadurch frei werden, kommen direkt unseren Kunden und Mitgliedern zugute.“ Geplant sei auch, zusätzlich spezielles Know-how aufzubauen. „Wir können die Vorteile einer größeren wirtschaftlichen Einheit nutzen“, so Ludger Ostermann, „und dadurch den Anforderungen unserer Kunden noch besser gerecht werden.“
Die Aufsichtsräte betonen übereinstimmend die offene und faire Zusammenarbeit in den bisherigen Gesprächen. „Eine erfolgreiche Zusammenarbeit beginnt immer bei den Menschen, die diesen Zusammenschluss vorbereiten und umsetzen“ ist Ludger Niehaus, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Cloppenburg, überzeugt. „Wir haben in den Gesprächen sehr viel Vertrauen und Verlässlichkeit erlebt“, ergänzt der Aufsichtsratsvorsitzende der Raiffeisenbank Garrel, Dr. Clemens Hackstedt. „Das ist eine sehr gute Basis für die Zukunft.“
Im laufenden Jahr sollen diverse Arbeits- und Projektgruppen die Zusammenführung der beiden Banken vorbereiten. Die erforderlichen Beschlussvorlagen werden der Generalversammlung der Raiffeisenbank Garrel und der Vertreterversammlung der Volksbank Cloppenburg voraussichtlich im Juni 2019 vorgelegt.