Nachrichten für Unternehmer

Zwangsvollstreckung: Höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen

09.04.2013 - Ab dem 1. Juli 2013 gelten höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen. Die geschützten Beträge, die bei einer Zwangsvollstreckung in Forderungen und andere Vermögensrechte nicht gepfändet werden dürfen, werden damit erhöht.

Auch bei einer Pfändung des Arbeitseinkommens müssen Schuldner ihr Existenzminimum gesichert wissen und die gesetzlichen Unterhaltspflichten erfüllen können. Dies stellt der Pfändungsschutz sicher. Alle zwei Jahre zum 1. Juli wird aus diesem Grund die Höhe der Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen an die Entwicklung des steuerlichen Freibetrags für das Existenzminimum angepasst. Der steuerliche Grundfreibetrag hat sich seit dem letzten Stichtag um 1,57 Prozent erhöht, woraus sich auch die entsprechende Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen ergibt.

Ab dem 1. Juli 2013 beträgt der monatlich unpfändbare Grundbetrag 1.045,04 Euro. Bisher lag dieser bei 1.028,89 Euro. Falls gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen sind, erhöht sich dieser Betrag um monatlich 393,30 Euro (bisher: 387,22 Euro) für die erste Person. Für eine zweite bis fünfte Person steigt der Betrag um weitere 219,12 Euro (bisher 215,73 Euro). Wenn Schuldner mehr verdienen als den so ermittelten pfändungsfreien Betrag, verbleibt ihnen vom Mehrbetrag ebenfalls ein bestimmter Anteil.

redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt