1X1 DER TIERVERSICHERUNG

Was ist das "SCHMALLENBERG-VIRUS"?

WAS IST DAS „SCHMALLENBERG-VIRUS“?

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), wies im November 2011 das Auftreten eines Virus der Gattung Orthobunyavirus bei Rindern in Deutschland nach.

Vergleichende Analysen des Erbmaterials ließen vermuten, dass es sich um ein Virus aus der Gruppe der Akabane-ähnlichen Viren handelt. Das Virus wurde aufgrund der Probenherkunft vorläufig als „Schmallenberg-Virus“ bezeichnet. Die Blutproben stammten aus einem Betrieb in Schmallenberg (Hochsauerlandkreis).

Akabane ist eine Viruserkrankung der Wiederkäuer, die vor allem den Fötus schädigt. Orthobunyaviren des Rindes sind in Ozeanien, Australien und Afrika verbreitet und rufen dort in der Regel zunächst nur eine sehr milde Klinik hervor. Werden allerdings trächtige Tiere infiziert, so können zeitverzögert zum Teil erhebliche angeborene Schäden, Frühgeburten und Störungen im Fruchtbarkeitsgeschehen auftreten. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Gnitzen und andere Stechinsekten, die auch

die Überträger der Blauzungenkrankheit waren und für eine bundesweite Ausbreitung der Krankheit sorgten. Diese beim Rind relevanten Viren stellen für den Menschen kein Risiko dar. Es handelt sich nicht um einen Zoonoseerreger. Aufgrund der Verwandtschaft des „Schmallenberg-Virus“ zu Shamonda-, Ainound Akabane-Virus ist auch hier nicht von einem Risiko für den Menschen auszugehen.

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